Wärmeblog I: Der Wärme-Blog zum Wärme-Block

16. July 2007

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Parallel zur Ausstellung des Wärmeblocks auf dem Kongress „Ursache Zukunft“ in Dornach, aber vor allem auch anschließend an diese Veranstaltung soll ein neuer Internet-Blog die Arbeit um die Rosenblöcke und das Thema „Soziale Plastik“ weiterhin begleiten. Unter der Adresse http://www.waerme-blog.de können sich die zukünftigen Besitzer eines Rosenziegels untereinander austauschen, neue Ideen einbringen, Rosenziegel tauschen oder verschenken, neue Konzepte zur Gestaltung unserer Zukunft erarbeiten oder über ihre eigenen Projekterfahrungen im Umgang mit dem „Werkstoff“ Zukunft berichten. Alle Interessierten, natürlich auch diejenigen, die noch keinen Rosenziegel besitzen, sind herzlich dazu aufgerufen sich zu beteiligen, beizutragen und mitzumachen bei http://www.waerme-blog.de. Michael W. Bader

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Konzept des Wärmeblogs

22. May 2007

 

 

 

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Multiples aus dem Iran

 

Rosensubstanz als Träger von Ideen

Kulturelle Verbindung zwischen Menschen schaffen, wo das westliche System unter Kriegsandrohungen die Isolation eines Landes betreibt.

Die Idee des Blogs entstand im Zusammenhang mit der Einladung zum Kongress zur Würde des Menschen Ursache Zukunft. Wir gestalten 1000 Rosenblöcke aus dem Iran im Gegensatz zum ersten Projekt, welches unter Genesis ausführlicher in verschiedenen Texten auch dokumentiert ist, rein manufakturell. Jeder Block sieht nun mit kleinen bewusst gesetzten Unregelmäßigkeiten gleich aus. Die Rosenziegel werden auf dem Kongress verkauft für ein Projekt in Rumänien. Der Waermeblog sollte symbolisch jedem durch den Erwerb eines Rosenbriketts zugänglich werden, um so als Kommunikationsforum ein Netzwerk zu entwickeln, welches die Idee des Kongresses im Dialog weiterbewegt und reflektiert.

 

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Bild aus dem ersten Projekt

 

Rhizome und Netzstrukturen

 

Der Blog sollte als Tagebuch und Raum der Reflexion dazu dienen, dass das Projekt, die Installation der Rosenblöcke, dokumentiert werden kann und damit auch die Besucher der Installation Kommentare und Gedanken zu dem Projekt oder dem Kongress eingeben können. Ziel wäre es zunehmend Netzwerke von Menschen zu verbinden, die im Sinne der Sozialen Plastik tätig sind ,die dabei aber auch von anderen Initiativen wissen und dadurch die Möglichkeit entsteht, dass die Initiativen einander wahrnehmen oder dass sie anfänglich in einen Austausch kommen könnten.

Also eine Non-Profit orientierte Nutzung des Blogs im Sinne einer Netzwerkskulptur. Wie kann Kunst heute das Netz nutzen im Sinne einer Transformation. Kann die Kunst das Internet ergreifen im Sinne einer Würde des Menschen?

Es gibt 250000 Weblogs in Deutschland . Spätestens seit Myspace, der Lust zur Veröffentlichung des Privaten, wird die Frage nach der Botschaft und Funktion dieses Medium aktuell. Zunächst dienten diese Blogs den Künstlern zum Austausch im Sinne einer social-website. Das Medienimperium Murdoch hat alle Rechte an Myspace für 600 Millionen Dollar aufgekauft. Auch hier geht es um die digitale Extrapolation des Kapitalismus, um die Macht und die Kontrolle über den sich in die Netzwelten verlagernden Kapitalismus.

Geldkreisläufe werden zunehmend an die Digitalisierung und Elektrifizierung von unüberschaubaren Systemen gebunden.

Die Erlösung des Geldes wird von Johannes Stüttgen zu Recht als ein dringliches Problem bezeichnet

So anfänglich und zukünftig manches Regiogeld daherkommt, so ist doch damit der Versuch gemacht den Geldkreislauf zu humanisieren. Ein Hauptthema unserer Installation ist deswegen ein Geldkreislauf oder ein anschauliches nachdenken über Geldkreisläufe in der globalisierten Wirtschaft, hier im Kontext einer Entwicklungsarbeit im Zusammenhang mit Rumänien. Der Geldstrom wird hier im Sinne der Dreigliederung verstanden als eine Kraft des Rechtslebens. Das Geld sollte als Rechtsmittel angeschaut werden, es dient dem Kapital ,den schöpferischen Ideen der Menschen und wird andererseits im Bereich der Wirtschaft in Produktion und Konsumtion in sinnvollerweise für ein brüderliches Zusammenleben in einer Sozietät zum Gemeinwohl eingesetzt. Das Geld ist also ein “Rechtsregulativ” und kein Kapital.

 

Denken Freiheit Geistesleben

Die Kreativität ist das Kapital der Menschen

Fühlen Gleichheit Rechtsleben

Die Direkte Demokratie als Kunst der Sozialgestaltung

Wollen Brüderlichkeit Wirtschaftsleben

Die Ökonomie als die Menschen verbindende Energie einer spirituellen Globalisieung.

 

Alle Materie wird von Menschen auf diesem Planeten umgewandelt werden müssen, um den von Beuys beschriebenen Jupiterzustand der Erde zu gestalten. Die Kunst tritt auch hier in einer sehr spiritualisierten Form als Ursache aus der Zukunft auf.

 

Dokumentation der Herstellung des aktuellen Wärmeblocks bestehend aus 1000 Rosenziegeln.

 

 

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Unter etwas abenteuerlichen Umständen und nach einigen Überredungskünsten konnten wir, unter den dann doch wohlwollenden Gedanken der deutschen Zöllner, 1000 Rosenziegel auf dem Stuttgarter Flughafen in Empfang nehmen.

Seit einer Woche nun verarbeiten wir unsere Multiples unter der Mithilfe verschiedener Schüler ,die so an einem kleinen Hilfsprojekt mitgestalten und dabei einen Einblick bekommen wie durch einen künstlerischen Ansatz ein Projekt für Jugendliche in Rumänien unterstützt werden kann.

 

 

 

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Wärme-Feuer -

Ein Schöpfungsmythos

 

Die Charakterisierung der Wärme als Qualität in künstlerischen Prozessen wurde von Josef Beuys als Bild in vielerlei Hinsicht verwendet, sei es der Wärmecharakter im Denken oder als Wärmeplastik, sei es im Zusammenhang mit der guten Leitfähigkeit des Kupfers oder den Gedanken der Isolation anhand verschiedener Material-Substanzen. Immer wieder spielt die transformatorische Kraft der Wärme eine wichtige Rolle im Bildnerischen Denken des Künstlers. Als unsichtbare Energie, die wir nur, durch den über den ganzen Körper ausgegossenen Wärmesinn erfahren, als Kraft, die die Gegenstände der Natur durchdringt, die ihr Inneres erfüllt, im Gegensatz zu den Farben, die mehr an der Oberfläche haften, ist die Wärme eine komplexe Idee vielschichtig ineinanderwirkender Entitäten. Wobei Beuys naturwissenschaftliche Begriffe und imaginative Bilder bewußt in einem offenen, erweiterten Kontext verbindet.